Unsere Bauern



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Markus Ehrmann treibt’s ganz schön bunt. Zwischen Getreide und Mais finden sich Felder mit Braunelle, Gelbem Labkraut & Co. Rund um Herbertshausen vermehrt der Landwirt Wildpflanzensaatgut.

 

Viele Blühstreifen, die allerorts die Felder säumen, genügen Markus Ehrmanns Ansprüchen nicht. „Lebensraum für Insekten, das bedeutet nicht nur Nahrung, sondern auch Heimat“, klärt der promovierte Landwirt auf. Und die bieten vor allem mehrjährige Pflanzen. Dafür werden unter anderem die rund 50 Wildpflanzenarten verwendet, die er auf seinen Feldern vermehrt. Etwa 25 Hektar hat er dafür reserviert. Auf den anderen Flächen baut er Futtergetreide für die Schwäbisch-Hällischen Schweine an – der Hauptbetriebszweig des Hofs.

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Beim Besuch auf dem Demeter-Hof in Brunzenberg werden wir Zeugen einer Geburt: Die „Junge Paula“ hat auf der Weide ein Kalb zur Welt gebracht. Zuvor hatte sich die Kuh von der Herde abgesondert. „So ist es natürlich und uns am liebsten“, sagt Landwirt Johannes Schöll.

 

Rund 20 Mutterkühe stark ist die Herde vom Buchenhof bei Frankenhardt (Kreis Schwäbisch Hall). Und ganz schön bunt. Vertreten sind Pinzgauer Rinder – eine österreichische Rasse, die auf der Roten Liste gefährdeter Rassen steht, das Limpurger Rind sowie Rinder der Rasse Fleckvieh. Im Stall und auf der Weide am Hof suhlen sich zudem genüsslich Schwäbisch-Hällische Schweine im Schlamm.

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Wer sind die Menschen, die Schwäbisch-Hällische Schweine züchten und mästen? Unsere Bauern haben ein Gesicht – und zeigen es. 25 Filmporträts geben Einblick in die Arbeit unserer Landwirte auf ihren Höfen in Hohenlohe.

 

Die 25 bäuerlichen Familienbetriebe liegen in der Ursprungsregion der EU-geschützten Spezialität Schwäbisch-Hällisches Qualitätsschweinefleisch. Das geografische Gebiet umfasst den Kreis Schwäbisch Hall und die fünf umgebenden Landkreise Main-Tauber, Hohenlohe, Rems-Murr, Ansbach sowie Ostalb. Für das Filmteam Carsten und Jakob Krüger haben die Bauern ihre Hoftore geöffnet.

 

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Auf dem Bioland-Hof Amann in Hohenlohe bekommen die Kühe keine kalten Füße, dafür aber nasse: Der Weg von der Weide in den Stall führt durch das Flüsschen Rot. Das ist freilich keine Szene aus einem Cowboy-Film: Gemächlich überqueren die schweren Tiere die Furt.

 

An diesem Tag unterstützt die ehemalige Auszubildende Yvonne – seit 2014 ist der Bioland-Hof Lehrbetrieb – Joachim Weber-Amann bei der Arbeit. Und Sky, der freundliche Schäferhund-Dobermann-Berner Sennenhund-Mischling, der laut bellend die Menschen begleitet. Die Kühe scheren sich nicht um ihn. Einige bleiben wie verträumt mitten im Fluss stehen und schöpfen Wasser, andere trotten zügig in Richtung Stall. Sie wissen: Erst wird gemolken, dann gibt’s Abendessen.

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Heuernte! Heute ist Axel Eberhardt, Jungbauer auf dem Schwäbisch-Hällischen Zuchtbetrieb in Hellmannshofen bei Frankenhardt, für einen Milchviehbetrieb auf dessen sechs Hektar großer Wiese mit dem Kreiselheuer unterwegs. Tags drauf wird das Heu zu Ballen gepresst.

 

Ein Schweinezüchter beim Milchbauern? Ja, denn der 24-Jährige ist an diesem Tag für den KLMR im Einsatz. Hinter der Abkürzung verbirgt sich der „Kleine Maschinenring“, ein Zusammenschluss von sechs Landwirten aus Frankenhardt. Axel Eberhardt ist Geschäftsführer des Verbunds – ein Ehrenamt. Er lacht: „Das heißt vor allem, dass ich mich um Buchhaltung und Steuern kümmere und Mädchen für alles bin.“

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Im Offenstall hoch über dem Dorf Wachbach ist aufgetischt: Die Kühe, Kälber und Bullen verspeisen ihr Frühstück. Hier, im Tauberfränkischen betreibt Bio-Landwirt Anton Scheidel Mutterkuhhaltung und Ackerbau. Eine Spezialität seines Hofs sind Linsen.

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Das Blöken weist den Weg. Hinter dem Wohnhaus in Unterfischach, in einem ehemaligen Pferdestall hält André Hutzenlaub seine kleine Herde: elf Mutterschafe und derzeit 15 Lämmer. „Das ist Liebhaberei“, sagt der 28-Jährige, „leben könnte ich davon natürlich nicht.“

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