Alles wächst im Bauerngarten


Viele Landwirte sind Selbstversorger. Die Eberhardts aus Hellmannshofen beispielsweise. Birgit Eberhardt baut in ihrem schönen Bauerngarten all das Obst und Gemüse an, das die Familie zum Essen braucht – und manchmal noch ein bisschen mehr.

 

„Im Frühjahr mit dem Spargel fängt’s an“, Birgit Eberhardt zeigt auf die rund ein Meter hohen glatten Stängel der Stauden, die am Zaun entlang wachsen. In der Saison erntet sie hier grüne und weiße Stangen, auch Rhabarber, Schnittlauch und den ersten Gewächshaussalat. Das kleine Glashaus steht im Hof des Eberhardtschen Anwesens, ihren Garten hat die tüchtige Bäuerin rund 100 Meter entfernt am Ortsrand angelegt. Ein kleines buntes Rad dreht sich im Wind: „Das vertreibt die Vögel.“

 

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Blumenkohl und Karotten, Weißkraut und Salate, Erbsen und Spinat, Zwiebeln und Sellerie, Bohnen und Radieschen: Im Bauerngarten wächst so ziemlich alles, was zu einer gesunden Ernährung gehört. „Jeden Morgen hole ich mir hier frisch, was ich brauche“, erzählt die Bäuerin, „und alle 14 Tage wird neu ausgesät.“ Ihr prüfender Griff geht über die Reihen: „Der Salat ist nichts mehr, der ist für die Hühner“, entscheidet sie und schneidet für die Familie ein anderes, knackiges Köpfchen ab. Dazu zupft einige Blätter Ruccola und gibt alles in einen kleinen Eimer.

 

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In einen zweiten kommen große, saftige Erdbeeren: „Die gibt’s jetzt jeden Tag zum Nachtisch.“ Mit kleinen Stöckchen markiert die 57-Jährige die Pflanzen, deren Früchte ihr am besten schmecken. Von diesen Sorten wird sie Ableger für die neuen Generationen nehmen. Die winzigen Walderdbeeren, die sich in einem dichten Teppich am Weg entlang ausgebreitet haben, dienen als Bodendecker und werden nicht geerntet: „Die lasse ich für die Schnecken, dann sind die auch zufrieden und lassen meine anderen Sachen in Ruhe.“ Den gefräßigen Wühlmäusen aber hat die Bäuerin den Kampf angesagt. Sie kontrolliert, ob die Falle funktioniert. 13 Stück hat sie im vergangenen Jahr gefangen.

 

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An ihre Pflanzen gibt Birgit Eberhardt übrigens nur Naturdünger und Mist. „Zwiebeln sind Schwachzehrer, die brauchen nichts“, doziert sie, Gemüse und Kartoffeln („Annabell, die beste für Salat“) hingegen gedeihen mit Unterstützung besser. Dann schnappt sich die Frau mit dem grünen Daumen ihre Behältnisse, ruft nach Hund Barnie und zurück geht’s zum Hof.

 

Das Fleisch, das auf den Tisch kommt, stammt natürlich von den eigenen Tieren. Die Eberhardts züchten und mästen Schwäbisch-Hällische Schweine. „Zweimal pro Jahr nehme ich eine halbe Sau“, sagt die Bäuerin, „und ein Viertel von unseren Angusrindern.“ Die Tiefkühltruhe ist also gut gefüllt. Zugekauft werden lediglich Molkereiprodukte wie Butter, Quark und Käse. Alle anderen Nahrungsmittel stammen vom eigenen Hof.

 

An diesem Mittag gibt’s übrigens Schweineschnitzel („natürlich vom Hällischen“), Rosmarinkartoffeln, viel frischen Salat und zum Nachtisch Erdbeeren. Da würde man sich am liebsten selbst einladen.

 

Hier finden Sie Rezepte mit Schwäbisch-Hällischem Fleisch: https://haellisch.eu/rezepte

 

 

 

 

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