Das Bio-Schwein


Viel Platz und frische Luft: Die Schwäbisch-Hällischen Bio-Schweine fühlen sich bei ihren Bauern sauwohl. Doch die Anforderungen an die Aufzucht dieser ganz besonderen Tiere sind hoch – das betrifft Futter wie Haltung.

 

Zwei Jahre dauert es, bis ein Bauernhof auf ökologische Landwirtschaft umgestellt ist. Deren zentrales Element ist der geschlossene Betriebskreislauf. Der Dung der Tiere sorgt für einen humosen, lebendigen Boden. Mit einer vielseitigen Fruchtfolge ernten die Bio-Bauern ohne synthetische Spritzmittel und Dünger bestes Futter für ihre Tiere. Dafür benötigen sie ausreichend Fläche, denn nur maximal 50 Prozent des Futters – aber auch dann nur zertifiziertes Bio-Futter – darf zugekauft werden. Das ist teurer als konventionelles Futter. Christoph Zimmer, bei der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall für Ökolandbau zuständig, macht das an einem Beispiel deutlich: „Ein Bio-Schwein frisst im Lauf seines Lebens Getreide im Wert dessen, was ein Bauer für ein konventionelles Schwein auf dem Markt erzielt.“

 

Wachstumsförderer, synthetische Aminosäuren oder Tiermehle sind in der ökologischen Landwirtschaft ebenso verboten wie gentechnisch manipulierte Futtermittel. Diese Vorschriften gelten im übrigen generell für die Haltung der Schwäbisch-Hällischen Schweine.

 

Bio-Schweinen steht mehr Platz zur Verfügung, sie leben artgerecht auf Stroh und haben immer Zugang zu einem Freigelände. Das entspricht ihrem Wesen, denn Schweine haben einen großen Bewegungsdrang, sind neugierig und reinlich. Sollte ein solches Schwein trotz der guten Bedingungen einmal krank werden, setzen die Bio-Bauern bevorzugt Naturheilverfahren ein. Damit die strengen Anforderungen auch eingehalten werden, führen akkreditierte Prüfinstitute und staatliche Stellen regelmäßig angemeldete und unangemeldete Kontrollen auf den Höfen durch.

 

Kein Wunder also, dass Bio-Schweinefleisch wesentlich teurer ist als konventionelles. Christoph Zimmer sagt: „Beim Fleisch klafft die Preisschere eben besonders weit auseinander.“ Das mag der Grund dafür sein, dass laut Öko-Barometer 2013 des Bundesverbraucherministeriums zwar immer mehr junge Menschen zu Bio-Lebensmitteln greifen, bei Fleisch und Wurstwaren jedoch im Unterschied zum Vorjahr ein Minus von sechs Punkten verzeichnet wurde. Generell gaben 92 Prozent der 1002 repräsentativ Befragten an, dass sie Lebensmittel aus der Region bevorzugen, zwei Drittel erklärten sich bereit, für regionale Lebensmittel einen höheren Preis zu bezahlen.

 

Fazit: Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft ist mit ihrem Konzept auf dem richtigen Weg:

 

regional und bio – das schmeckt!

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