Das Schwein bringt Glück


Weihnachtszeit, Schlemmerzeit. Und schon naht das nächste Fest. Ob im trauten Familienkreis oder mit Freunden bei einer rauschenden Party: Auch an Silvester steht gutes Essen hoch im Kurs. Wie wäre es mit einer Bauernterrine mit Schwäbisch-Hällischem Fleisch? Hans-Dieter Mayer, Metzgermeister bei der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall, verrät uns ein tolles Rezept für sechs bis acht Personen, das noch einen Vorteil hat: „Das lässt sich prima vorbereiten.“ Apropos: Sie sollten mit der Zubereitung der Bauernterrine spätestens am Tag vor Silvester beginnen, können aber auch schon zwei Tage vorher loslegen. Eine Nacht zum Nachruhen schadet nicht – im Gegenteil.

 

Für eine Terrine von etwa 1 ½ Liter Inhalt benötigen wir folgende Zutaten: 800 Gramm schieres  Schweinefleisch aus der Keule, 200 Gramm frischer Speck, 1 ½ Teelöffel Salz, ½ Teelöffel schwarzer Pfeffer frisch gemahlen, 1 Messerspitze Muskatnuss, 5    Wacholderbeeren, 1 Lorbeerblatt, 1 Esslöffel getrocknete Kräuter (Majoran, Thymian, Salbei und Bohnenkraut), 1 kleines Schnapsglas Cognac, 2 Eier , 250 Gramm geräucherter Schweinebauch ohne Schwarte, 300 Gramm frischer  Speck in dünnen Scheiben, 3 Lorbeerblätter, 8 Wacholderbeeren. Sicherheitshalber bestellen Sie beim Metzger Fleisch und Speck vor.

 

Das Schweinefleisch und den frischen Speck in kleine Würfel schneiden. In eine Schüssel geben, mit Salz und Gewürzen bestreuen, mit dem Cognac begießen und sorgfältig mischen. Über Nacht mit Folie abgedeckt ziehen lassen. Das Fleisch und Speck zerkleinern, die Masse gut abkühlen lassen, die Eier untermischen und kräftig durchrühren. Den Bauchspeck in kleine Würfel schneiden und in die Masse einarbeiten. Die Würzung prüfen und eventuell nachwürzen. Die Terrine mit den Speckscheiben auslegen, die Pastetenmasse einfüllen und die Oberfläche glattstreichen. Mit Lorbeerblätter und Wacholderbeeren garnieren und mit einem gebutterten Pergamentpapier abdecken. Im Backofen bei 220° C etwa 60 Minuten garen. „Nicht eiskalt servieren“, rät Hans-Dieter Mayer. Wir wünschen schon mal guten Appetit!

 

Bevor wir uns ins für dieses Neue Jahr verabschieden, wollen wir Ihnen aber noch verraten, warum das Schwein der wohl bekannteste Glücksbote zu Neujahr ist. Meist wird symbolisch ein rosafarbenes Marzipanschweinchen verschenkt. Das Borstentier gilt seit alters her wegen seiner Fruchtbarkeit und Stärke als Symbol für Wohlstand und Reichtum. Wer „Schwein hatte“, der hatte eben Glück. Und wenn die Sau gar zur Weihnachtszeit geferkelt hatte, dann konnte im neuen Jahr nichts schief gehen. So erklärt sich auch der Brauch, zu Neujahr sauber gewaschene Jungferkel in einem Korb herumzureichen. Wer das Ferkel berührt, dem steht ein gutes neues Jahr bevor.

 

Wahrscheinlich haben Sie gerade kein lebendiges Ferkel zur Hand. Sei’s drum. Mit diesem Mohrenköpfle der Fotografin Ricarda Grothey wünschen Ihnen die Schwäbisch-Hällischen ein gutes Jahr 2014!

 

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