Enkeltaugliche Landwirtschaft


Mit gutem Gewissen genießen wollen immer mehr Menschen - und am besten sollte der Genuss aus der Region stammen. Schwäbisch-Hällisches Qualitätsschweinefleisch aus ökologischer Erzeugung in Hohenlohe erfüllt diese Wünsche.

 

 

Die Biofach ist der Treffpunkt der Bio-Branche: Rund 3000 Aussteller präsentieren nun zum 30. Mal in Nürnberg ihre Erzeugnisse - unter ihnen die Hohenloher Bauern mit Schwäbisch-Hällischem Qualitätsschweinefleisch g.g.A. (EU-geschützte geografische Angabe). Ein Drittel der 1450 Mitgliedsbetriebe des starken bäuerlichen Verbunds in der Region sind nämlich Biobauern, Baden-Württemberg weit sind es etwas über zehn Prozent.

 

2018 stellten jeden Tag fast fünf Bauern ihren Betrieb auf ökologische Landwirtschaft um

Peter Röhrig, Geschäftsführer Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft

 

Die Erfolgsgeschichte des Ökolandbaus ist ungebrochen. Das belegen die Zahlen, die der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) in Nürnberg vorgestellt hat: „2018 stellten jeden Tag fast fünf Bauern ihren Betrieb auf ökologische Landwirtschaft um“, sagt Peter Röhrig, BÖLW-Geschäftsführer, zur Branchen-Bilanz des deutschen Bio-Sektors anlässlich des Starts der Biofach. Konkret entschieden sich im vergangenen Jahr 1727 Betriebe für diesen Schritt. Kein Wunder, bedeutet doch Bio für die Höfe die Chance, Ökologie und Ökonomie besser in Einklang bringen zu können.

 

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Denn der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln wächst. Einer repräsentativen Infas-Studie im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums zufolge kaufen derzeit 78 Prozent der Menschen in Deutschland Bioprodukte; 25 Prozent geben an, dies häufig zu tun, 50 Prozent gelegentlich. Biofleisch und -wurstwaren rangieren hier hinter Bioeiern, -gemüse, -milchprodukten und -kartoffeln. Künftig wollen laut der Befragung 83 Prozent der Deutschen beim Einkauf zu Biolebensmitteln greifen. Als Gründe für die Kaufentscheidung rangieren die artgerechte Tierhaltung und die Unterstützung regionaler Betriebe auf den beiden ersten Plätzen.

 

„Fast 11 Milliarden Euro investierten die Kunden 2018 in Bio-Lebensmittel und unterstützten die Transformation hin zu einer enkeltaugliche Landwirtschaft und Ernährung“, kommentiert der BÖLW-Geschäftsführer die starke Bio-Nachfrage an der Ladenkasse. „Immer mehr Menschen wollen heimische Bauern ebenso stärken wie Klimaschutz, Biene und Feldhase, artgerechte Haltung von Kühen, Huhn und Co. sowie die Gesundheit ihrer Familien und der Umwelt.“

 

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Bäuerliche Landwirtschaft kann sich also zukunftsfähig aufstellen. Das beweist auch die Erfolgsgeschichte der alten Landrasse der Schwäbisch-Hällischen. Die Schweine leben artgerecht auf Stroh, mit viel Platz und Auslauf. Die Landwirte verzichten - wie alle Mitgliedsbetriebe der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall - auf gentechnisch verändertes Futter. Sie arbeiten nachhaltig und tragen dadurch bei zum Erhalt der Kulturlandschaft. Mit dem Bekenntnis zur alten Rasse bewahren die Bauern darüber hinaus ein Kulturgut ihrer Heimat.

 

Dafür erzielen die Landwirte Preise, die rund ein Drittel über den marktüblichen liegen, und die Verbraucher gerne bezahlen. Für Bauern, die Schwäbisch-Hällisches Qualitätsschweinefleisch g.g.A. erzeugen, rechnet sich ihre Arbeit. Das EU-Siegel „geschützte geografische Angabe“ stellt nicht nur sicher, dass die hohen Anforderungen eingehalten werden, es bewahrt eine einzigartige Spezialität.

 

Info
Wie viel Bio für Umwelt und Gesellschaft leistet, zeigte zuletzt die umfassende Studie des staatlichen Thünen-Institutes https://www.thuenen.de/media/publikationen/thuenen-report/Thuenen_Report_65.pdf

 

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