Kochen macht Kindern Spaß


Miniköche ganz groß: Bei einem Kochworkshop in Wolpertshausen (Kreis Hall) zaubern zehn Kinder tolle Gerichte mit Schwäbisch-Hällischem Qualitätsschweinefleisch g.g.A. (geschützte geografische Angabe). Aus den Fotos und den Rezepte entsteht ein ganz besonderes Kinder-Kochbuch mit Geschichten und Gerichten rund ums „Mohrenköpfle“, wie die Hohenloher ihr Schwein der besonderen Färbung wegen nennen.

 

Jürgen Mädger bespricht mit seinem Team – Paul-Matteo, Leonie und Judith – die geplante Speisefolge. 1989 hat der engagierte Gastronom und erfahrene Hotelier aus Barthomlomä (Ostalbkreis) das gemeinnützige Projekt Europa-Miniköche ins Leben gerufen. Bis heute sind mehr als 10 000 Kinder im Alter zwischen zehn und elf Jahren vor allem in Deutschland, aber auch in Österreich, der Schweiz, in Frankreich und Finnland für einen bewussten Umgang mit Umwelt und Ernährung geschult worden. Und sie haben gelernt, richtig gut zu kochen.

 

Geschickt zupfen die Kinder Blättchen von den Kräuterpflanzen, die ihr Teamleiter aus dem Miniköche-Kräutergarten in Bartholomä mitgebracht hat. In einer Dose hat Mädger die Panade für Heidekräuter-Filets vorbereitet. „Dafür wird gefrorenes Toastbrot gerieben und mit Majoran, Oregano, Estragon, Thymian, Lavendel und Rosmarin aromatisiert“, erklärt der Koch und lässt die Kinder schnuppern. Hm, das riecht gut.

 

Leonie bekommt die Aufgabe, die Schweinefilets zu halbieren. So richtig will das zunächst nicht funktionieren. „Schneiden, nicht drücken“, gibt Mädger den entscheidenden Tipps – und schon läuft’s wie am Schnürchen. Paul-Matteo hat eine Aufgabe übernommen, die ihm offensichtlich Spaß macht: Mit beiden Händen reibt er die halbierten Fleischstücke tüchtig mit Senf ein. Anschließend wendet Leonie die Fleischstücke in den gehackten Kräutern. In einer großen Pfanne werden die Filets rundum angebraten und wandern zur Fertigstellung in den vorgeheizten Ofen.

 

Im Umgang mit scharfen Messern und heißem Fett sind die Kinder erfahren. Und auch sonst geht’s bei den Miniköchen richtig professionell zu. Jeder Minikoch, jede Miniköchin trägt eine – zumindest zu Beginn des Kochworkshops – blütenweiße Kleidung: Kochjacke, Halstuch, Schürze und Baseball-Cap; dazu bekommt jedes Kind für den Projektzeitraum seinen persönlichen Koffer mit Messer, Spätzlebrett, Sparschäler, Apfelausstecher und Stoffserviette gestellt. Die Eltern bezahlen lediglich einen Unkostenbeitrag.

 

Das erste Gericht ist fertig – fünf weitere werden die Kinder im Lauf des Workshops noch zubereiten. Inzwischen haben die Miniköche die Servietten hübsch gefaltet und richten mit Hilfe ihre Teamchefs die Teller an; auch das gehört zur Ausbildung. Zuletzt sitzen alle am Tisch und genießen. Ja, Kochen macht Kindern Spaß – und gutes Essen erst recht!

 

Hier gibt es Informationen über das Projekt Europa Miniköche: www.minikoeche.eu

 

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