Landwirtschaft. Macht. Essen.


Seit sechs Jahren geht die „Wir haben es satt“-Bewegung auf die Straße, um für eine bäuerliche, ökologischere und sozial gerechtere Landwirtschaft hier und weltweit einzutreten. Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall ist von Anfang an dabei und unterstützt die Veranstaltung.

 

Nun geht „Wir haben es satt!“ zum zweiten Mal von der Straße in den Kongresssaal: ins Herz von Berlin-Kreuzberg, in die Emmauskirche auf dem Lausitzer Platz (30. September bis 3. Oktober). Beim zweiten „Wir haben es satt!“-Kongress werden unter dem Motto „Landwirtschaft. Macht. Essen“ die Forderungen der Bewegung diskutiert, hinterfragt und weiterentwickelt. Wie schaffen wir den Umbau hin zu einer zukunftsfähigen Tierhaltung? Welche Einflussmöglichkeiten haben Konsumenten auf die Lebensmittelproduktion? Wie können wir bäuerliche Strukturen stärken und faire Preise für Produzenten bezahlen? 

 

Geboten ist ein vielfältiges Programm mit spannenden Vorträgen – auch BESH-Vorstandsvorsitzender Rudolf Bühler wird wie beim ersten Kongress sprechen - und Arbeitsgruppen, kontroversen Diskussionsrunden und interaktiven Methoden. Veranstaltet wird der Kongress von der Kampagne Meine Landwirtschaft, einem breiten gesellschaftlichen Bündnis aus über 50 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Tier-, Natur- und Verbraucherschutz sowie der Entwicklungszusammenarbeit.

 

Am Erntedankwochenende wird in Berlin aber nicht nur diskutiert, sondern auch gefeiert: Parallel zum Kongress findet rund um die Markthalle Neun in Kreuzberg unter dem Titel Stadt-Land-Food das Festival für gutes Essen und gute Landwirtschaft statt. In den Werkstätten gibt es echtes Lebensmittelhandwerk zum über die Schulter schauen und selbst ausprobieren. Experten ihres jeweiligen Faches teilen ihr Wissen und ihre Fähigkeiten. Die Produkte in all ihren Facetten stehen im Mittelpunkt: Vom Anbau guter Zutaten über die verschiedenen Schritte der Produktion bis hin zum fertigen Produkt, das man sehen, fühlen, riechen, schmecken kann.

 

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In kleinen Workshops geht es in die Tiefe: Schmeckt die gleiche Bohne anders, je nachdem wie man sie röstet? Schmeckt man die Herkunft des Honigs? Und wie wird eine gute Wurst gemacht? Mit Unterstützung der BESH und ihrer Partner von Kumpel & Keule lässt sich in der Werkstatt Wurst (Sa + So 10-18, Mo 10-17 Uhr) live miterleben, wie eine richtig gute Wurst entsteht. Von Hand, nicht vom Fließband. Von der Zerlegung des Fleisches über das Wolfen, Kuttern, Würzen bis zum Abfüllen in die Därme. Mit dabei sind Metzger aus Berlin, Deutschland und der ganzen Welt. Moderiert wird die Show von Wurstelier Hendrik Haase in der gläsernen Manufaktur. Die frisch gemachten Würste kommen danach vor der Markthalle Neun direkt auf den Grill.

 

www.wir-haben-es-satt.de
www.stadtlandfood.com


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