So funktioniert Tierwohl in der Praxis


Was bedeutet artgerechte Tierhaltung und was kostet sie? Das ist 2020 das große Thema auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Das Schwäbisch-Hällische Landschwein der Hohenloher Bauern ist ein gutes Beispiel, wie Tierwohl in der Praxis funktioniert.

 

 

Mehr als 1700 Aussteller aus aller Welt präsentieren sich bei der 85. Internationalen Grünen Woche (17. bis 26. Januar). Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall ist bereits seit 34 Jahren in Berlin vertreten und natürlich auch 2020 dabei.

 

Besucher können in diesem Jahr auf dem Stand der Hohenloher in der Tierhalle (Halle 25) in Berlin keine lebenden Schwäbisch-Hällischen Schweine bestaunen. Die Verantwortlichen haben aufgrund einer möglichen Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest generell untersagt, Schweine auf dem Gelände auszustellen. Die Hohenloher machen aus der Not eine Tugend und zeigen sie auf einer großen Videowand Filmporträts von Landwirten, die Schwäbisch-Hällische Schweine züchten und mästen. Die Filme vermitteln den Zuschauern einen authentischen Eindruck von der Arbeit der Bauern und vom schönen Hohenloher Land.

 

Wie viel bekommen die Landwirte fürs Tierwohl konkret mehr?
Natalie Wollmann, Journalistin

 

Auf der Internationalen Grünen Woche informieren die Hohenloher Bauern traditionell über ihre Arbeit und beantworten Fragen der Besucher: Wie arbeiten die Mitgliedsbetriebe der bäuerlichen Solidargemeinschaft? Was macht Schwäbisch-Hällisches Qualitätsschweinefleisch g.g.A. (EU-geschützte geografische Angabe) so schmackhaft? In welchen Fleischereien, wie man in Berlin sagt, wird das Fleisch der alten Landrasse angeboten?

 

b2ap3_thumbnail_2020_01_17_Folge_145_Berlin_1.jpg

 

Am Tag vor der Eröffnung besucht ein Team des Zweiten Deutschen Fernsehens die Hohenloher Bauern. Für „moma“, das Morgenmagazin von ARD und ZDF, stellt Journalistin Natalie Wollmann Fragen nach der Haltung der Schwäbisch-Hällischen Schweine. Eine gute Gelegenheit, auf die Erzeugerrichtlinien hinzuweisen – unter anderem mehr Platz, die Haltung auf Stroh und gentechnisch unverändertes Futter sorgen dafür, dass es den Tieren wohl geht.

 

Besonders interessiert sich die Reporterin für die Einkommenssituation der Hohenloher Bauern: „Wie viel bekommen die Landwirte konkret fürs Tierwohl mehr?“ Mit einem Zuschlag von 62 Cent pro Kilogramm Schwäbisch-Hällisches Qualitätsschweinefleisch g.g.A. kann die Erzeugergemeinschaft bei der Journalistin punkten. Damit liegt sie nämlich noch mal 12 Cent über einer Tierwohlabgabe, wie sie derzeit in Berlin diskutiert wird.

 

b2ap3_thumbnail_Kampagne_finanziert_20200117-075417_1.png

b2ap3_thumbnail_blog_Folge70_Bauernjahr_4.png


Zuletzt bearbeitet am
Bewerte diesen Beitrag:
0
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok