Welches Schwein hat Schwein?


Sommerloch oder Bewusstseinswandel: Derzeit wird in den Medien viel darüber geschrieben, ob 1. Fleisch zu essen statthaft ist, wie 2. industrielle Fleischerzeugung aussieht und dass 3. die Schwäbisch-Hällischen wirklich Schwein gehabt haben! Aber der Reihe nach.

 

Was für ein Aufschrei! Mit dem Vorschlag, in Kantinen einen fleischlosen Tag einzuführen, haben die Grünen offenbar ins Schwarze getroffen und eine breite Diskussion angestoßen. Dabei soll mit der Idee des „Veggie-Day“ niemandem das Fleisch essen verboten werden. Ziel der Kampagne ist vielmehr, sich mehr Gedanken zum Fleischkonsum zu machen. Das Haller Tagblatt befragte jüngst dazu auch Rudolf Bühler, Vorstand der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall. Sein Statement: „Wir müssen nicht jeden Tag Fleischgerichte essen, denn dieses hochwertige Lebensmittel sollte in Maßen verzehrt werden, so wie es in eine ausgewogene Ernährung passt.“

 

„Saumäßig krank“ überschreibt die Süddeutsche Zeitung einen jetzt erschienenen Beitrag von Hilal Szegin. Die hier aufgeführten Details zum Thema Parasitenbefall sowie Herz- und Lungenschäden in der konventionellen Schweinezucht sind wirklich nicht Appetit anregend, stammen aber aus der amtlichen Statistik zur Schlachttier- und Fleischuntersuchung von 2012. Szegin hat Experten zu den Ursachen befragt: Die Haltung auf Spaltenböden, ätzende Stallluft und die Verschmutzung wie Keimbelastung des Trinkwassers der Schweine werden aufgeführt. Das Fazit des Artikels: „Nach der Beurteilung durch Veterinärmediziner kann man die zum Verkauf gegebenen Körperteile von ehedem chronisch lungen- oder herzkranken Tieren bedenkenlos essen. Aber will man das?“

 

Was immer mehr wollen, ist jetzt in der Zeitschrift „Natur“ (Ausgabe 08/13) nachzulesen. Hier singt der Journalist Georg Etscheit ein hohes Lied auf die Schwäbisch-Hällischen aus Hohenlohe. „Kaum ein gehobenes Restaurant in der Region kann es sich leisten, ihr relativ fetthaltiges, aber schmackhaftes Fleisch nicht auf der Speisekarte zu führen. Und in Schwäbisch Hall gibt es Mohrenköpfle-Schnitzel sogar in einer Imbissbude“, schreibt der Autor über Schwäbisch-Hällisches Qualitätsfleisch g.g.A. (geschützte geografische Angabe).

 

Den Beitrag „Schwein gehabt“ können Sie hier lesen.

 

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