Archiv, Dezember 2019 Zu Kalenderansicht wechseln

Glücksbringer haben in diesen Tagen Konjunktur. Dazu zählt das Schwein, erst recht, wenn es sich um ein so hübsches wie das Schwäbisch-Hällische handelt. Bei unserem Neujahrsquiz können Sie eines aus Plüsch gewinnen. Machen Sie mit!

 

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Köstliche Schweinereien: In unserer Serie „Vom Rüssel bis zum Schwänzle“ stellen wir jeden Monat bekannte und weniger bekannte Stücke von Schwäbisch-Hällischem Qualitätsschweinefleisch g.g.A. in den Mittelpunkt. Heute: der Schwanz.

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Ort:

Schwarzenbronn (Main-Tauber-Kreis)

Tiere:

  • 40 Schwäbisch-Hällische Herdbuchsauen
  • 2 Schwäbisch-Hällische Herdbucheber

Wenn Friedrich und Frank Rahn aus Schwarzenbronn von ihren Schwäbisch-Hällischen Zuchtschweinen erzählen, beginnen sie unwillkürlich zu grinsen. Vor zwei Jahren sind die beiden in die Herdbuchzucht eingestiegen – und haben offenbar Spaß daran.

 

Herdbuchzüchter sind Landwirte mit einer besonderen Verantwortung, sorgen sie doch für den der jeweiligen Rasse entsprechenden Nachwuchs. Über die alte Landrasse ist in der Zuchtbuchordnung festgeschrieben: „Zuchtziel für die Schwäbisch-Hällische Rasse ist ein sehr widerstandsfähiges, langlebiges, milchergiebiges Schwein von sehr hoher Fruchtbarkeit und mit besten Muttereigenschaften ausgestattet. Es soll frohwüchsig und großrahmig sein, eine gute Futterverwertung sowie bei ausreichendem Muskelfleischanteil eine hervorragende Fleischbeschaffenheit aufweisen und sich für alle Haltungsformen einschließlich Weidehaltung eignen.“

 

"Die Schwäbisch-Hällischen sind unglaublich stur"
Frank Rahn, Landwirt

 

Was hier nicht aufgeführt ist: „Die Schwäbisch-Hällischen sind unglaublich stur“, sagt Frank Rahn, 23, und lacht: „Wenn sie nicht laufen wollen, dann laufen sie nicht.“ Der Umstieg auf die alte Landrasse erfolgt bei den Rahns „im laufenden Betrieb“, wie es in der Fachsprache heißt. Will sagen: Ausscheidende Sauen werden durch die Schwäbisch-Hällischen ersetzt. Friedrich Rahn erinnert sich gut an die ersten so genannten Mohrenköpfle, die nach Schwarzenbronn gekommen sind: „Auch Schweine brauchen eine Eingewöhnungsphase, und bei den Hällischen dauerte es wirklich ein bisschen.“

 

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Vater und Sohn führen den Betrieb gemeinsam als GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts). Mögen sie auch neue Herdbuchzüchter für die Schwäbisch-Hällischen sein, Schweinezucht hat auf dem Betrieb in dem 70-Seelen-Dorf Tradition. Bereits vor mehr als 50 Jahren ist Franks Großvater in die Herdbuchzucht der Deutschen Landrasse eingestiegen. Friedrich Rahn, 54, erinnert sich noch gut an den Ebermarkt auf den Kocherwiesen in Schwäbisch-Hall, den er damals mit seinem Vater besucht hat. Um das Jahr 1995 wurde die traditionsreiche Veranstaltung eingestellt. Im Rahnschen Stall ist ein gewichtiges Erinnerungsstück zu bestaunen. Ein Freund hat ihm die alte Waage vermittelt, die früher bei den Versteigerungen beim Haller Ebermarkt eingesetzt wurde und heute in Schwarzenbronn ihren Dienst versieht.

 

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Tradition spielt im Leben der Familie Rahn generell eine große Rolle. Das Stammhaus mit dem schönen Gasthof Zum Goldenen Ross stammt aus dem Jahr 1763. Gegenüber wurde das Gästehaus mit zwei Ferienwohnungen errichtet. Um Wirtschaft und Urlauber kümmert sich vor allem Elke Rahn, 52. „Seit ich aus Triesdorf zurück bin, muss sie nicht mehr so viel im Stall mitarbeiten“, sagt Frank, der frisch gebackene Landwirtschaftstechniker. Wenn viel los ist, an Kirchweih beispielsweise oder beim so genannten Jahresessen, packen freilich alle mit an. Für Frank ist das selbstverständlich. Auf die Frage, ob er sich die Übernahme des Hofs überlegt habe, antwortet er nur: „Ich bin hier aufgewachsen, da habe ich gar nicht darüber nachgedacht.“

 

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Weihnachten naht. Wohl dem, der schon die Geschenke beisammen hat. Für alle anderen haben wir eine Idee, die garantiert ankommt: Verschenken Sie Gutscheine für die Hällische Grillakademie! Die Kult-Veranstaltung geht 2020 mit zwei neuen Kursen an den Start.

 

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